Reise in die Wüste!

Genauer gesagt in die Weisse Wüste! Einmal etwas total anderes, kein Wasser, kein Grün, nur Steine Sand und Kristalle!
Die gleichen Gegenden bereist er aber auch mit interessierten Fotografen. Er kennt die besten Zeiten und Plätze um das Licht und die Landschaften im Fotokasten einzufangen, gibt gute und beste Tipps! Zum Beispiel, wie fotografiert man Landschaften, so, dass das Bild auch wirklich interessant wirkt. Wie macht man ein Sonnenbild mit Sterneffekt ohne extra Filter und vieles mehr.
Insgesamt kamen 12 Personen mit auf die Reise. Das ist auch gleich das Maximum.
Am Nachmittag trafen wir dann in Kairo ein und bezogen unser Zimmer im Shepeard Hotel direkt am Nil. Nun hatten wir Zeit um uns noch etwas in der Stadt umzusehen, ein echt abenteuerliches Unterfangen, hatten wir doch einige Strassen zu überqueren, ohne Fussgängerstreifen, ohne Lichtsignal. Und auch wenn es eines gehabt hätte, es hätte nichts genützt. Es gibt nur eine Methode eine dieser teilweise 5-spurigen Strassen zu überqueren. Mut, und los, einfach gehen, nicht anhalten, Augen auf die entgegenkommenden Fahrzeuge und deren Fahrer. Sie werden nicht anhalten wurde uns gesagt. Und genau so war es auch, die fahren wie der Teufel, hinter und vor dir durch, teilweise Zentimeter nah! Wir haben Blut geschwitzt und hatten richtig Angst! Nicht einmal beim schnorcheln mit dem Weissen Hai hatte ich so viel Mut gebraucht! Wir haben überlebt. Diese Stadt ist chaotisch, schmutzig und extrem Laut. Das ist das Fazit von zwei Stunden Stadtwandern.
Um 19.00 Uhr trafen wir uns um zum Essen zu gehen. Wir verschoben uns in ein spezielles Lokal das typische Aegyptische Spezialitäten serviert. Wir stärkten uns mit vielen kleinen Häppchen, Fladen-Brot, Humus, Erpsenmus und vielem mehr. Ein spezielles aber auch gutes Essen. Zwischen den kleinen Servierpausen hatten wir die Gelegenheit uns gegenseitig etwas kennen zu lernen.
An der Ferienmesse 2009 in St. Gallen trafen wir ihn dann wieder, er führte in einem Saal Bilder verschiedener Reisen vor. Natürlich mussten wir hinsitzen und staunen. Mit Prospekten ausgerüstet traten wir den Heimweg an. Je mehr wir uns damit befassten um so mehr bestärkte sich unser Wunsch eine solche Reise einmal auszuprobieren. So buchten wir dann eine Reise mit Dionys in die Weisse Wüste. Ein etwas gemischtes Gefühl hatten wir bei Antritt der Reise schon! Eine Fotoreise, da sind sicher jenste Top-Fotografen mit dabei, da wird mit Sicherheit eine riesen Materialschlacht geschlagen.
Am einem Sonntagmorgen in aller Frühe trafen wir dann unsere Gruppe auf dem Flughafen in Kloten. Alles normale Leute mit verschiedensten Interessen, aber alle irgendwie vom Fotovirus befallen.

Am nächsten Tag ging es dann schon früh auf Tour. 5.30 Uhr war grosses Wecken, 6.00 Uhr Morgenessen. Abfahrt 7.00 Uhr wir mussten schnellst möglich aus der Stadt, bevor der Berufsverkehr einsetzt. Dionys warnte uns vor, dass der heutige Tag noch ein ausschlafen zugelassen habe, aber von Morgen an würden wir immer schon um 4.30 Uhr geweckt werden. Gesagt getan!
Nun fuhren wir mit einem kleinen Reisebus über geteerte Strassen ca. 400 km in die Wüste. In der Oase Baharia trafen wir um die Mittagszeit ein und wurden vom Freund und Ge-schäftspartner von Dionys, Orlo, begrüsst. Bereits stand der Mittagstisch bereit und wir lagerten uns um die niedrigen Tische. Mit Güggeli, frischem Fladenbrot Gemüse und mehr wurden wir bewirtet.
Nach einer kurzen Rast und dem Umrüsten auf Wüsten-taugliche Kleidung ging es dann mit 3 alten aber zuver-lässigen Rovern und einem ebenfalls wüstentauglichen Küchenlaster weiter. Nochmals 100 km Strasse lagen vor uns, dann bogen wir ab auf einen Wüstenweg und noch etwas weiter verliessen wir auch diesen letzten Anhaltspunkt der Zivilisation und fuhren querfeldein über Sand und Stein.
Bald wurde der Sand weicher und wir mussten anhalten um bei den Reifen Luft abzulassen, damit unsere Fahrzeuge auch im weichen fluffigen Sand noch einen guten Halt finden konnten.
Am späten Nachmittag er-reichten wir dann eine gros-se Dünenlandschaft wo die Beduinen unser Nachtlager aufbauten. Wir machten uns auf um die ersten Fotos zu schiessen. Das Licht war perfekt und so konnten wir die Düne beim Sonnen-untergang fotografieren. Zu-rück im Lager staunten wir!
Die Beduinen haben 3 Fahr-zeuge zu einem U zusam-mengefahren, einen Wind-schutz aufgestellt und an den Fahrzeugen festgebun-den.
Ein Teppich wurde gelegt, die Tische und Stühle aufgestellt. In der rechten hinteren Ecke ist das Reich von Achmed, dem Chef der Truppe, die Küche. Er wird uns für diese Woche mit seinen Kochkünsten verwöhnen. Be-reits stehen Chips, Erdnüsse, Frische Datteln, und geröstete Erbsen auf dem Tisch.
Wir müssen nun zuerst unsere Schlaf-plätze bereit machen. Jeder nimmt eine Matte und positioniert sie nach Wunsch und Gutdünken auf dem Sand rund um die Autos.
Die Schlafsäcke werden ausgerollt und mit etwas schwerem fixiert, so, dass sie nicht mit dem Wind in der Wüste verschwinden.  So, bereit!
Zum Z‘Nacht gibt es eine wunderbare Suppe die mit frischem Limettensaft gewürzt wird. Zum Hauptgericht ein Teigwareneintopf. Relativ schnell verstummten dann die Gespräche, waren wir doch alle schon seit 5.30 Uhr auf den Beinen, oder besser gesagt auf dem Po und Morgen Früh soll bereits um 4.30Uhr Tagwache sein. So verschoben wir uns in die Schlafsäcke. Eine frische Brise bestäubte uns diese Nacht, leicht aber stetig, mit etwas Sand. Am Morgen war es recht frisch als Achmed mit einem fröhlichen aber lauten „Guete Morge“ die Schläfer weckt. Nun galt es alles zusammenzupacken und zu den Fahrzeugen zu bringen. Um 5 Uhr sassen wir alle um den Tisch und genossen ein reichhaltiges Frühstück. Um 6 wollten wir auf den Dünen stehen und die Sonne begrüssen. Nun waren wir zu Fuss unterwegs, Sandberg rauf und runter. Moto war "Luege truckä" "Luege truckä." So wurde Foto um Foto gemacht, zwischendurch gab es gute Tips von Dionys, die jeder so gut wie möglich umzusetzen versuchte. Zwischenzeitlich Packten unsere Begleiter das Camp zusammen und warteten mit den Autos auf einem Dünenhügel bis wir zu ihnen stiessen. Zur Belohnung gab es frische Datteln, grüne Orangen und Kakade-Tee.
Die grünen Orangen waren speziell anzusehen, schmeckten aber wunderbar, irgendwie eine Mischung aus Grapefruit und Orange. Die Begeisterung der Gruppe war phänomenal. Wau, schau, super, geil, supergeil, luäg das Liächt, tönte es von allen Seiten den ganzen Morgen über.
Am Mittag war dann Pause. Da kaum Schatten vorhanden sind, ist das Fotografieren dann nicht mehr interessant. Am Mittag ruhten wir uns aus und wurden immer mit einem leichten bekömmlichen Mittagessen von Achmed belohnt. So zum Beispiel Thonsalat, frisches Fladenbrot, Fettakäse, rohes gewürztes Gemüse ( Tomaten, Gurken, Rüebli ), Danach schnappten wir uns ein Mätteli und machten so ca. 1 1/2 Stunden Siesta. Danach war meist eine Verschiebung ange-sagt mit etlichen Zwischenstopps um spezielle Sternliblider zu machen oder um Spezielles wie eine Reibscheibe und das entsprechend Werkzeug zu bewundern das unsere Vorfahren vor tausenden von Jahren hier in der Wüste zurückliessen. Allerdings war diese Wüste damals noch grün bewachsen und viele Tiere bevölkerten sie und machten das Leben hier erträglich.
Dionys weiss fast alles darüber, und auch über die Römer die sich hier in der Gegend herumgetrieben hatten. Einige Tage später sollten wir dann noch zwei davon kennenlernen, leicht ausgetrocknet aber immer noch mit etwas Fleisch am Knochen. Am Abend kurz vor Sonnenuntergang war wieder eine der Hauptstunden der Fotografen, die hellen Steine wurden vom Abendrot in ein ganz spezielles Licht gerückt und einige Minuten nach dem Untergang der Sonne begann schon die blaue Stunde die unbedingt festgehalten werden musste. Es wurde richtig gearbeitet!
So ging es nun Tag für Tag, immer staunten wir wieder über die Vielfältigkeit dieser Gegend. Sanddünen, karge Stein-wüste, durchzogen mit weissen Kreidestreifen darauf sand-geschliffene Rostbrocken, oder vom Wind freigelegte Muschelschalen oder versteinerte Seeigel.
Wir profitierten extrem vom fotografischen Wissen von Dionys und den anderen Teilnehmern. Am Ende der Reise und beim betrachten der Bilder kommen nun die Anfängerfehler zu Tage die man gemacht hat und man sagt sich, eigentlich sollte man diese Reise nochmals wiederholen um die Fotos zu ver-bessern! Aber es werden andere Reisen kommen in denen wir unser erworbenes Wissen anwenden können.
Gut zu wissen!

Diese Reise ist sicher nichts für Langschläfer!
Es ist eine Gruppenreise und man sollte sich in eine Gruppe integrieren können.
Es gibt keine Toilette und kaum eine Dusche in der Wüste!
Sein Geschäft verrichtet Mann und Frau hinter der nächsten Düne oder dem nächsten Hügel.
Zum Toilettenpapier, dass man mit zu bringen hat, benötigt man ein Sturmfeuerzeug. ( Papier verwittert in der trockenen Wüste nicht, so zündet man das gebrauchte Papier an ) Macht man dies nicht, schimpfen die Fotografen wen sie ein trockenes Büschchen als Vordergrundmotiv auswählen, da hängt dann nämlich das Papier dass du letzte Nacht nicht in Flammen hast aufgehen lassen. Der Rest vertrocknet und verwittert schnell, wird teilweise auch von Käfern beseitigt!
Duschen konnten wir während unserer Reise ein Mal, jeder Teilnehmer hatte 3 Liter Wasser zur Verfügung, diese wurden in Pet-Flaschen an der Sonne aufgeheizt. Die Dusch-vorrichtung ist eine kleine Elektropumpe die am 4X4 montiert wird. Es war extrem wohltuend.
Einmal konnten wir an einer Oase unsere sandigen Haare waschen, auch dies war sehr willkommen, trotz des über-wiegenden Kamel-Dung-Duftes der in der Luft lag!
 
Dionys Moser bietet viele verschiedene Natur- und Foto-reisen an, so zum Beispiel Reisen nach Uganda in verschiedene Wüsten dieser Welt, aber auch in den hohen Norden zum fotografieren der Nordlichter oder Bären. Seine Strategie mit der Zusammenarbeit mit Einheimischen geht voll auf.

Aber mach dich doch
im Internet einfach selber schlau, oder besuche eine seiner Bilderschauen die er jeweils an der Ferienmesse in St.Gallen präsentiert!

Den Link zur Homepage von Fotoreisen findest du auf dem Banner ganz unten! Banner anklicken und schon bist du da!

Ich hoffe mein Reisebericht hat dir gefallen, schau doch wieder einmal hier vorbei, sicher findest du wieder Neues!

Demnächst wird eine Seite mit den schönen Fotos von dieser Reise entstehen!
Aber fangen wir von Vorne an!
Vor etwa 11/2 Jahren lernten wir Dionys Moser in einem Kurs für die Präsentation von Digitalen Bildern kennen. (Wings Platinum). Ein viel gereister Mann wie wir nach einigen Erzählungen in den Pausen feststellen konnten. Zu Hause machten wir uns dann natürlich im Internet schlau und schmökerten auf seiner Homepage herum. Wir entdeckten einiges was uns interessierte. Dionys bietet zweierlei Reisen an. Zum einen geführte Reisen für Naturinteressierte. Er führt die Leute durch sagenhafte Gegenden mit gewaltigen Ausblicken. Er ist im gewissen Sinne auch ein wandelndes Lexikon, weiss er doch sowohl über Steine, Geschichte, Leute, Ethnien und weiss ich noch was Bescheid.
Dionys Moser
Kairo bei Nacht
Romantische Segeltour
Dattelpalmen in der Oase Baharia
In den Dünen
Wüstenlandschaft
Das gemütliche Camp
Fotospaziergang in den Dünen
Schlafzimmer unterm Vollmond
Mittagsrast
Dünen-Rutschpartie
Stern
Sternlibild
Gut gelaunt in einen schönen, warmen Tag!
Wolkenbild
Markus
Fotoreisen
Vom Sand ausgeschliffene Kreide
Gute Nacht Sonne!
Naturmonumente:  Huhn und Pilz
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